Diagnose CED. Was kann ICH tun?

Die erste gute Nachricht: Ihr könnt etwas tun! Als allererstes ist es wichtig, mit den Ärzt*innen eures Vertrauens dran zu bleiben und ggf. Medikamente zu finden, die eine aktive Entzündung abstellen und euch am besten möglichst lange entzündungsfrei halten. Diese symptomfreie Phase nennt man Remission. Ihr habt noch Fragen zur CED? Macht einen Arzttermin. Ihr kommt mit den Medikamenten nicht klar? Macht einen Arzttermin. Euch geht es noch nicht besser? Macht einen Arzttermin. Der Weg zu einer CED-Diagnose ist sehr häufig mit viel Unverständnis seitens der Ärzt*innen verbunden. Deshalb verstehe ich jede*n sehr, der*die das Vertrauen in Arztpraxen verloren hat. Trotzdem sind Ärzt*innen weiterhin die Top 1 Ansprechpartner*innen, weil ihr Wissen entscheidend ist für euren Krankheitsverlauf. Sie können allerdings nur helfen, wenn ihr _____________. Genau: Arzttermine macht.

Aber auch sonst seid ihr eurem eigenen Körper nicht ausgeliefert. Im Gegenteil: Ihr habt einen Körper, der ein bisschen zu gut auf euch aufpasst. Das heißt, dass ihr jetzt ziemlich schnelle Anzeichen dafür bekommt, was euch selbst gut tut und was euch überhaupt nicht gut tut. Eure Aufgabe ist, jetzt aufzuräumen im Leben und damit euren Körper bei der Heilung zu unterstützen. Denn es ist relativ einfach: Stress bedeutet Adrenalin – Adrenalin bedeutet der Körper ist in Alarmbereitschaft – Alarmbereitschaft ist nicht gerade die beste Basis für Heilungsprozesse. Entspannung und Glückshormone hingegen sind eine top Grundlage, um gesund zu werden. Ihr könnt also herausfinden, was euch entspannen lässt und was euch stresst. Unbekannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder allgemein ungesunde Ernährung kann dabei genauso Stress für den Körper sein wie Gedankenmuster (Perfektionismus, fehlendes Selbstwertgefühl, das Gefühl nicht genug zu sein & Co) oder der klassische Stress im Job (der meistens ebenfalls auf Verhaltensmuster zurückzuführen ist). Auch positiver Stress, wie ein schönes Wochenende mit Besuch, ist am Ende des Tages Stress. Er hinterlässt zwar Glücksgefühle, trotzdem ist es entscheidend, eine Ruhephase danach aktiv einplanen, um das Stresslevel wieder runterzupegeln.

Der nächste Step ist so einfach wie wirkungsvoll: Informiert euch. Wissen ist Macht. Je genauer ihr eure Krankheit kennt, desto weniger könnt ihr überrascht werden und umso besser könnt ihr z.B. Begleiterscheinungen einschätzen und sie auf die CED zurückführen oder für euch sogar Warnzeichen entdecken, die zeigen, dass es dem Körper wieder etwas schlechter geht. Auch wisst ihr dann, worauf es wichtig ist zu achten wie zum Beispiel Eisen-Werte, da ihr mit einer CED zur Risikogruppe für Eisenmangel gehört.

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