Mut zu Mut

Wenn ich ein Jahr zurückdenke, ist es als würde ich eine Serie gucken – als wäre das nicht ich, über die ich nachdenke, sondern irgendein Charakter, der happy ein neues Jahr beginnt, dann passieren 3, 4 tragische Dinge, was die Person völlig aus dem Konzept wirft – dann der Part, wo sie im Krankenhaus landet und die Erkenntnis kommt, dass sich etwas ändern muss und klar gibt‘s den fröhlichen Abschluss im neuen, alten Leben. Es ist so unwirklich, dass ich gerade jeden Tag Vergleiche ziehe, um es zu realisieren. Ein bisschen aus Angst, dass es wieder passiert. Ein bisschen, um mir klarzumachen, dass gerade alles wirklich okay ist. Auf meiner Liste mit 19 Wünschen für 2019 steht „mutig sein“ – und gerade bin ich eher tapsig, übervorsichtig, unsicher. Chronisch krank sein bedeutet, im erdbebengefährdeten Gebiet zu leben. Und es bedeutet, seine Frühwarnsysteme zu erkennen und zu eichen. Es heißt aber nicht, durch ständige Unsicherheit zu vergessen, dass man den Systemen vertrauen kann – und LEBEN darf. „Ich traue mich gar nicht mehr, mit Freunden länger wegzugehen – was ist, wenn etwas passiert?“ Sowas lese ich sehr oft von CED-Menschen und ich kenne es viel zu gut. Deshalb ist mein 2019-Wunsch für alle: Lasst uns mutig sein. Lasst uns selbstsicher sein. Lasst uns vertrauen. Lasst uns leben.🙏🏽

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