Was niemand sieht

83% unserer Wahrnehmung ist von dem geprägt, was wir sehen. Leider heißt das nicht, dass die darüber geleitete Kommunikation auch ehrlich ist. Auf dem Bild seht ihr meinen Blick, wenn es mir gut geht, wenn ich Schmerzen habe, wenn mein Darm wieder anfängt zu bluten und wenn ich geschafft habe, dass er damit wieder aufhört. It‘s all the same. Ich kommuniziere nur wenigen Menschen, was Mister Darm gerade in diesem Moment so treibt.
Wenn ich dann kapituliere und zu Hause bleibe, weil es zu schlimm wird, gab es häufig Sätze wie: „So krank sah sie gar nicht aus.“ Lange Zeit hatte ich Angst davor, so wahrgenommen zu werden, doch inzwischen ist es für mich ein Kompliment – denn ich bin chronisch krank, möchte aber nicht 24/7 so aussehen. Trotzdem kenne ich Menschen, die genau diese Sätze erleben und darunter leiden, weil es unangenehm gehässig wird. Darum wünsche ich mir Vertrauen und Verständnis füreinander. Denn nicht alles ist sichtbar, auch wenn wir zu 83% darauf bauen. Aber fast alles ist verständlich kommunizierbar, wenn ehrliches Interesse besteht.

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