The Spoon Theory

Die Sache mit der Energieeinteilung ist nicht einfach. Und vor allem ist sie nicht einfach zu erklären. In den Tag hineinleben und mal mehr, mal weniger unternehmen? Geht nicht. Eine Freundin hat mir die Spoon Theory gezeigt: Christine Miserandino lebt mit ihrer Krankheit und muss jeden Tag genau überlegen, wie sie ihre Energie händelt. In einem Café versucht sie das ihrer Freundin zu erklären. Sie schnappt sich dafür alle Löffel, die sie finden kann, drückt sie der Freundin in die Hand und los geht’s: Für alles, was Christine eine Energieportion kosten würde, verliert die Freundin ab jetzt einen Löffel ihres Löffel-Straußes. Das heißt: Erstmal Löffel durchzählen. Mit wie viel Energie startet der Tag? 12 Löffel. Dann: Entscheidungen treffen. Alles – auch die kleinsten Dinge – kosten einen Löffel. Die Fahrt zur Arbeit, Kochen, kurz etwas einkaufen. Löffel, Löffel, Löffel. Telefonieren mit einer Freundin, den Einkauf einräumen, eine Wäsche anwerfen. Löffel, Löffel, Löffel. In Christines Story bricht sie jedes Detail mit ihrer Freundin herunter und als sie gerade mal fertig ist für die Arbeit, sind schon nur noch 6 Löffel übrig.
Als chronisch kranker Mensch, ist man gezwungen, die kleinsten Aufgaben – ob schön oder Muss – genauestens einzuteilen und zu überdenken. Es geht nicht alles einfach so. Alles kostet. Sind die Löffel alle, kann ich nichts mehr. Nur noch liegen. Nicht lesen, nicht am Smartphone sitzen, keine Serie gucken. Nur liegen. Über all das nicht nachdenken zu müssen, ist ein riesiges Geschenk. Aber auch die Löffel sind ein Geschenk: An die Achtsamkeit für sich selbst. Die ganze Geschichte zur Spoon Theory findet Ihr über die beliebte Suchmaschine: „The Spoon Theory“ auf butyoudontlooksick.com Absolute Empfehlung, wenn ihr eine chronisch kranke Person im Freundeskreis habt

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